Mittwoch, 15. November 2017

Texter für Lebensmittel und Getränke


Hie und da muss in diesem Blog auch etwas Eigenwerbung sein. Heute geht es um mein Know-how als Food-Texter bzw. als Texter für die Lebensmittel- und Getränke-Werbung. Gestern entdeckte ich das passende Bild zum Thema: Das Foto ist von Brooke Lark, Cheeky Kitchen, gefunden auf unsplash.com

Lebensmittel, Food, Texter, Werbung, Hersteller, Handel, Gastronomie, Anzeigen, Flyer, Webseiten

Zu Beginn meiner Zeit als Werbetexter habe ich besonders viel für Lebensmittel geschrieben, unter anderem für Asti Cinzano, für die Mineralwasser-Regionalbrunnen von Apollinaris, für diverses, knuspriges Knabberwerk der Marke funny-frisch, für Griechischen Wein, für einen schottischen Whisky, für die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft ... Zielgruppe der Texte waren überwiegend die Endverbraucher / Konsumenten. Doch immer wieder gab es auch Salesblätter und andere Werbe- und Infomaterialien für den Handel zu texten.
 

Zielgruppen: Handel und Konsumenten


Die Ansprache des Handels ist extrem wichtig, gerade für Lebensmittel-Hersteller und -Importeure. Denn der Platz in den Regalen des Handels ist mindestens ebenso umkämpft wie der in den Kühlschränken, Tiefkühltruhen oder Vorratsschränken der Konsumenten. Wenn Sie als Supermarkt- oder Discounter- oder auch Baumarkt-Kunde noch nie von "Regal-Optimierung" oder "Kategorie-Management" gehört haben, dann lesen Sie doch mal diesen spannenden Artikel im Handelsjournal. Das, was hier gut beschrieben wird, begegnet uns allen nämlich spätestens alle zwei Tage. Vielen sicher öfter.

Zurück zur Konsumenten-Ansprache: Funkspots für Flüssiges aus meinem zweiten Jahr als (damals) fest angestellter Texter können Sie auf meiner Webseite hören: Den Ersten gleich hier - wenn Sie ein Stückchen herunterscrollen. Zwei weitere Funkspots finden Sie hier. Ich hoffe, Sie schmunzeln ein wenig? Der Sprecher mit der charakteristischen Stimme ist übrigens noch heute sehr bekannt, auch wenn er mittlerweile leider verstorben ist.

Dann möchte ich noch auf drei wesentlich aktuellere Anzeigentexte für Castello hinweisen, der Käsemarke von Arla Foods, der weltweit siebtgrößten Molkerei. Die Anzeigen, die in großen Publikumszeitschriften und Feinschmeckertiteln erschienen, können Sie natürlich gern anschauen und lesen. Ich finde, die Genießer-Ansprache ist mir recht gut geglückt.

Mittwoch, 8. November 2017

Gestern: Jazzlines in der Musikhochschule Köln. Fünfmal feines Jazz-Saxophon im Quartett


Gestern im kleinen Saal, dem Kammermusiksaal der Hochschule für Musik und Tanz, war ich erneut baff, wie viel verflixt gute Musik es gibt. Und wie glücklich, sich Köln schätzen kann, die größte Musikhochschule Europas zu beheimaten.

In der Reihe "Jazzlines" gab es den "Klassenabend Jazz-Saxophon" mit Studierenden der Klasse von Professor Niels Klein [Wikipedia] und Claudius Valk [Videos von seiner Homepage]. In rascher Folge spielten auf: das Florian Fries Quartett, das Judith Köhrer Quartett, das Lorenz Hirsch Quartett (wohl ausschließlich mit Studierenden, die erst seit 2. Oktober in Köln studieren), das Johanna Klein Quartett sowie das Tobias Haug Quartett.

Nach zwei Stunden Jazz stieg ich musik-trunken und beglückt aufs Fahrrad und sage hiermit allen mitwirkenden Künstlern ein herzliches Dankeschön!

Da sich die Musiker oft an der Hochschule finden und die Zusammensetzungen teils wechseln, war es schwierig, Videos oder Audios des jeweiligen Quartetts im Netz zu finden. Ich bette exemplarisch ein Audio des Judith Köhrer Quartetts ein:



Die nächsten Jazzlines gibt es schon am 13., 14. und 17. November 2017. Bitte schauen Sie nach, ob kurzfristig etwas abgesagt wird. Zu den Veranstaltungsterminen der Musikhochschule für Musik und Tanz Köln, mit Klassik, Jazz, moderner Musik, Tanz ...

PS: Wussten Sie, dass Aldophe Sax, der geniale Erfinder der Saxhörner und des Saxophons in Dinant, Belgien geboren wurde? Das Städtchen liegt an der Maas. Der berühmteste Sohn der Stadt und seine Instrumente werden in einem kleinen Museum gefeiert. Zudem gibt es über Dinant verteilt bunt bemalte Saxophon-Kunstobjekte.

Montag, 6. November 2017

The Whispering Star: poetische Science-Fiction im Japanischen Kulturinstitut


Eine neue Filmreihe startet ab heute Montag, 6. November 2017 im von mir sehr geschätzten Japanischen Kulturinstitut Köln. Diesmal werden - wieder bei freiem Eintritt - Spielfilme der Nikkatsu Corporation präsentiert. [Link mit Infos zu den Filmen und den Terminen]

Auf einen Film bin ich schon jetzt besonders gespannt: An zwei Tagen (Samstag, 25.11.17, 14 Uhr & Donnerstag, 21.12.17, 19 Uhr) wird "The Whispering Star" gezeigt. Die Science-Fiction-Dystopie des Regisseurs, Produzenten, Drehbuchautors und Dichters Sono Shion präsentiert sich im Trailer ästhetisch und wundersam poetisch.




Zur Homepage des Japanischen Kulturinstituts

Donnerstag, 2. November 2017

Jetzt auf meiner Webseite: Imagefilm für einen deutschen Sondermaschinenbauer


Industriefilm Imagefilm Maschinenbau Werbeagentur vom Hofe foto/design Gummersbach Werbetexter Robert Welz Köln

Ein sehr interessanter Auftrag aus dem letzten Jahr: Ich durfte den Text für den Industriefilm eines innovativen deutschen Maschinenbauers verfassen. Herzlichen Dank an meinen Auftraggeber, den Industriefilmer und Fotografen Bernd vom Hofe / vom hofe foto/design, Gummersbach. Er gestattete mir, den von ihm gedrehten und produzierten Corporate-Film auf meiner eigenen Seite einzubetten. Schauen Sie gerne vorbei! [Filmdauer 3:46 Minuten]

Montag, 30. Oktober 2017

Bedrückend schöne, verstörende Anti-Utopie: Blade Runner 2049


Vermutlich jeder, der die FAZ aufschlägt oder die Wirtschaftswoche oder wer auch immer den irrwitzigen Versuch unternimmt, sich vom heute-journal die Welt bebildern zu lassen, fragt sich: Leben wir mittendrin in einer Anti-Utopie? Können nur Dystopien unsere Gegenwart und Zukunft und die Medienrealität wahrhaftig abbilden?

Als Fan des ersten Blade Runner aus dem Jahr 1982 musste ich hinein in die Fortsetzung. Erwartet habe ich wenig, ein paar nette Bilder sollten es aber schon sein. Doch ich wurde sehr angenehm überrascht! Blade Runner 2049 ist eine würdige Fortschreibung des Originals. Ein Film voll eigenständigem und eigenwilligem Design, voller einzigartiger Bilder und mit viel Kraft. Mit erstklassigen Darstellern und Tiefe. Mein einziger Kritikpunkt: Der Film ist leider an der ein oder anderen Stelle zu brutal. Besser wäre es gewesen, wenn sich Regisseur Dennis Villeneuve und Executive Producer Ridley Scott auch in diesem Punkt dem Zeitgeist widersetzt hätten. Die Kunst der Andeutung scheint im allgemeinen Folter- und Blutstrom vollends in Vergessenheit zu geraten. Fortwährende Brutalisierung bleibt die Strategie unserer Medien, von Hollywood bis ARD und ZDF. Man will uns wohl vorbereiten, uns gewöhnen. An was?




Am Anfang des Trailers und des Spielfilms sehen wir Produkte der "synthetischen Landwirtschaft": fette, sich krümmende Maden. Es bleibt offen, ob unter den Treibhausgläsern auch Bio-Cantaloupe-Melonen aus der Region träumen? Freilandhaltung von Hühnern jedenfalls scheint in der vergifteten Erdatmosphäre schwer möglich.

In einer Sequenz schwirren Bienen durch den Film. Das gibt Hoffnung, denn seit Jahren sterben die Insekten. Unsere Scheiben und die Scheinwerfer der Autos bleiben rein. Keiner will wissen, warum. Auch nicht Monsanto [Link zum Eintrag in der Lobbypedia], Bayer und BASF. Obwohl ihre Insektenentferner- im Kontrast zu den Insektenvernichter-Sparten bestimmt leiden. Dabei hieß es noch vor wenigen Jahren, Insekten würden uns alle überleben. "Gott liebt die Käfer", sagte Jahrzehnte davor der schottische Biologe John Haldone und erklärte so die unglaubliche Käfervielfalt von über 350.000(!) Arten. Ob es so viele noch sind? Wie viele unentdeckte Arten sterben derzeit aus?

Über der unwahrscheinlich wahrscheinlichen Erde von Blade Runner 1 & 2 könnte das Raumschiff aus Silent Running / Lautlos im Weltraum (1972) kreisen.




Da passt noch eine andere, wirkliche Anti-Utopie hinein. In der Welt der Hohlo..., pardon Holo-Werbung, der der Blade Runner alias Ryan Gosling permanent ausgesetzt ist, wäre selbst "Mali" normal. Das YouTube-Machwerk der Bundeswehr. Der Mali-Trailer lief tatsächlich im Werbe-Vorprogramm des Kölner Cinedom. Fast dachte ich, der Hauptfilm hätte schon begonnen. Der "Bürger in Uniform" mutiert zum Söldner auf neokolonialen Schlachtfeldern. Die sogenannte Verteidigungsarmee sichert Rohstoffe und strategisch-wichtige Wüstenflecken (ist Ihnen auch aufgefallen, dass es äußerst wenig gibt, was strategisch unwichtig wäre). Beruhigend zu sehen, dass unsere Jungs gut drauf sind und Spaß an der Sache haben.  




Gut, dass es zurzeit der Aufstände der Herero und Nama im damaligen Deutsch-Südwestafrika, noch keine sogenannten "Social Media" gab. Ich bin sicher, etliche Medienmacher hätten sich nicht entblödet, reichlich Steuerzahlergeld für Propaganda für diesen Völkermord einzusacken.

Texte für Immobilien und Gebäude-Services: neues Foto


Immobilien Architektur Gebäude Werbetexter Konzept Hochhäuser Büros Gewerbe Facility Dienstleister B2B


Das von mir leicht beschnittene Foto mit beindruckender Perspektive stammt von dem italienischen Designer Luca Bravo [Link zu seiner Instagram-Seite], gefunden auf unsplash.com.

Beispiele für Werbetexte auch für Immobilien und Facilty-Services finden Sie auf meiner Webseite.

Montag, 23. Oktober 2017

Quicklebendige Gemälde oder "Animation in Öl": Loving Vincent


Der erste komplett in Öl gemalte Film. Diese Aussage klingt unglaublich für einen abendfüllenden Spielfilm. Die Kombination von Computer-Technik und malerischem Schöpfergeist und Handwerk macht es möglich. Klappt Ihnen beim Betrachten des Trailers von Loving Vincent [Link zur offiziellen Filmseite] auch die Kinnlade herunter, wie mir heute Mittag?




Fast noch mehr erstaunte mich das Making Of:




Die Wikipedia ist wieder mal schnell. Sie schreibt bereits über Spielfilm-Handlung, Technik und erhaltene Preise, obwohl der Augenschmaus erst am 28. Dezember 2017 in die deutschen und österreichischen Kinos kommen soll.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Die schöne Weite Utahs plus Geisterstadt eingefangen im Musik-Video


Heute, Mittwoch, 11. Oktober 2017, 21 Uhr im Kulturcafé Lichtung in der Kölner Südstadt: Thompson Springs. Als kleine Kostprobe das höchst professionelle YouTube-Video zum Song "Have You Looked At Me":



Bemerkenswert, wie viele herausragend gefilmte Videos auf YouTube wenig oder relativ wenig geklickt werden. So hat der wunderschöne Werkstatt-Bericht zum Video, veröffentlicht am 3. August 2017, bis heute nur 45(!) Klicks. Wollen wir für die erstklassigen Filmemacher von Loose Films und für den Musiker hoffen, dass der Film an weiteren Internet-Orten bereits öfter angeschaut wurde.



Montag, 9. Oktober 2017

NUR LIVE Festival in der Sporthochschule Köln


Am Samstag war ich erstmals auf dem NUR LIVE! Musik- und Kunstfestival in der Deutschen Sporthochschule Köln. Entstanden aus privaten Geburtstagspartys entwickelt sich die nicht-kommerzielle Independent-Veranstaltung zu einem jährlichen Kultur-Event. Diesmal traten 13 Bands auf.

Da gab es z. B. exzellenten deutschen HipHop mit Liedermacher-Einflüssen mit der Gruppe Thorsten Powers. Der Song "Wir werden alt" im Video unten ist super getextet und performt und eher Liedermacher-mäßig. Wer es hiphop-iger mag, klickt auf ihr YouTube-Hör- & Schau-Stück: "Mähfläscher".



Sehr gelungen auch der Auftritt von Lightning Jules in der entsprechend ansprechend dekorierten "Waldbühne". Die wechselnde, farbige Ausleuchtung war genial. Ich mochte die dezent ironischen Zwischenansagen von Julia Zech alias Lightning Jules. Meine Begleitung begeisterte sich für das Lurex-Hemd ihres hervorragenden Schlagzeugers.


Mit den "Green Birds" sind natürlich die mittlerweile weit verbreiteten Papageien (Halsbandsittiche, auch Kleine Alexandersittiche genannt) von Köln gemeint. Ein Hochgefühl, wenn sich ein Schwarm hinter dem Fahrrad teilt, um sich dann wieder vor mir zu vereinen. Einmal wurde ich durch die Exoten sogar geweckt. Wiederholtes  mysteriöses Knacken drang durch mein geöffnetes Fenster: Es war ein ganzer Trupp Halsbandsittiche, der sich auf dem Kirschbaum im Garten niedergelassen hatte und nun das Fruchtfleisch mit den Schnäbeln herunterpulte. In Köln sind die Tropen halt ganz nah. 3000 Papageien soll es in der Domstadt geben. 7000 in ganz Deutschland (Schätzungen von 2014, vermutlich sind es mittlerweile etliche mehr). Köln ist somit Papageien-Metropole. Mit der Fußball-Metropole scheint es derzeit wieder zu hapern.

Die Webseite von Lightning Jules/Julia Zech führte mich außerdem zu ihrem gemeinsamen Projekt mit dem neuseeländischen Kontrabassisten Pierce Black: Black & Jules.



Immer aufs Neue erstaunlich, wie viel erstklassige, frische, unabhängige Musik es gibt. Noch erstaunlicher, dass zwangsfinanzierte Radiosender wie 1Live und WDR 2 - zu den Hauptzeiten - ständig die immer gleiche, einfältige Popschmiere herunterleiern. Vielleicht bin ich etwas streng. Das ein oder andere wäre hörbar - wenn es nicht stündlich zweimal wiederholt würde, tagein tagaus. Ein Schelm, wer glaubt, dass es beim WDR einen Popmusik-Redakteur gäbe.

Vor allem: Gibt es außer affirmativem Popgesäusel nicht noch andere, vielleicht progressivere, Musikrichtungen?

Bemerkenswert auch: Im Kontrast zu etlichen "Produkten", die unser Ohr beim WDR dauer-penetrieren, schreiben Thorsten Powers, Lightning Jules und andere Künstler, die beim NUR LIVE Festival auftraten, ihre Musik und ihre Texte selbst.